AKTUELLES




Fördermittel bei Extremwetterereignissen

Das Jahr 2018 brachte durch Stürme, Trockenheit und Borkenkäfer- Eskalation über 2Mio. Festmeter Schadholz allein in Thüringen. Für das jetzige Jahr wird eine ähnlich hohe Menge prognostiziert. Um die gebeutelten Waldbesitzer monetär zu entlasten, gibt es nun eine neu gefasste "Thüringer Richtlinie zur Förderung forstwirtschaftlicher Maßnahmen". Insbesondere geht es dabei um die Maßnahme zur "Vorbeugung gegen Kalamitäten". Die folgende Tabelle gibt Aufschluss über Fördergegenstände und Zuschusshöhhen:


Quelle: Magazin des Waldbesitzerverbandes Thüringen Nr. 3/ 2019

Informationen hierzu erhalten Sie beim Forstamt oder bei Herrn Trog von der FBG Friesentäler.


geplante Holzernten

Achtung! Sollten Sie demnächst geplant haben, in Ihrem Wald Holz aufzuarbeiten und zu verkaufen, dann informieren Sie sich bitte vorab über die Aushaltungskriterien, Poltergrößen und Holzpreise. Informationen hierzu erhalten Sie bei den zuständigen Revierleitern vom Forstamt oder bei Herrn Trog von der FBG Friesentäler.


Motorsägenkurs

Für alle unsere Mitglieder und auch Nichtmitglieder planen wir einen Motorsägenkurs nach den KWF-Standards. Wenn Sie in dieser Richtung Bedarf haben, dann melden Sie sich doch bitte bei uns.


Schad E-Mails

Bei uns sind Schad E-Mails angekommen, die mit der FWV in Verbindung gebracht werden. Bitte diese E-Mails nicht öffnen, sondern löschen!



Berufsgenossenschaft

Jeder Waldbesitzer muss Beiträge zur Berufsgenossenschaft (gesetzliche Unfallversicherung) abführen. Sollte der Waldbesitzer jedoch beispielsweise einen Beförsterungsvertrag besitzen, so kann eine Beitrags-Ermäßigung von 50% beantraget werden. Hierzu muss ein formloser Antrag bei der SVLFG gestellt werden. Informieren Sie sich jetzt.


Waldbauernbrief

Der nächste Lehrgang für den "Waldbauernbrief" im Jahr 2019 findet vom 31.08-1.09. sowie vom 7.09.-8.09.2019 in Stadtroda statt. Informieren Sie sich über weitere Termine.


Borkenkäfer im Frühjahr

Ab einer Temperatur von etwa 16°C beginnen die Borkenkäfer der Fichte, sprich der große (Buchdrucker) und der kleine (Kupferstecher), an zu fliegen. Man bemerkt dies auch am auffälligen Zitronenfalter, welcher zu ähnlicher Zeit anfängt zu schwärmen. Die in Rinde und Boden überwinternden Käfer fliegen nun gezielt und vor allem geschwächte Fichten an. An dieser Stelle ist es ratsam, grüne "Fangbäume" (z.B. kürzlich abgebrochene oder umgefallene Fichten) im Wald zu belassen. Die frühen Käfer bohren sich nun zuerst in diese Stämme. Zu erkennen ist dies an kleinen, fingerkuppengroßen und braunen Bohrmehl-Häufchen am Stamm. Diese Käfer benötigen nun, je nach Witterung, etwa sechs Wochen, bis die neue Käfer-Generation (etwa 50 neue Käfer pro Bohrloch) erneut anfängt zu fliegen. In dieser Zeit müssen Sie die befallenen Fangbäume aus Ihrem Wald schaffen. Auf diese Weise schöpfen Sie einen großen Teil der Borkenkäfer ab und entschärfen so die heikle Forstschutz-Situation.


Borkenkäfer 2018

Im vergangenen Jahr 2018 wurde (laut Thüringen Forst) die mit Abstand höchste Befallsmenge an Buchdrucker- Stehendbefall seit der Massenvermehrung in den Nachkriegsjahren 1945-1949 registriert. Im Trockenjahr 2003 wurde weit weniger als die Hälfte des letztjährigen Befalls verzeichnet. Auch das Jahr 2019 startete überdurchschnittlich warm und sehr trocken, so dass der Buchdrucker in diesem Jahr zeitiger ausgeschwärmt ist gewöhnlich.


Sonstige Schädlinge an Nadelholz

Zu erwähnen ist hierbei der "Kupferstecher", der kleinere neben dem größeren Buchdrucker, befällt vor allem Fichten im Stangenholz-Alter oder auch die Wipfelregionen im stärkeren Baumholz. Sind bei diesem Käfer Massenvermehrungen eher die Ausnahme stieg die gemeldete Schadholzmenge im Jahr 2018 jedoch auf über das 50-fache des Gewohnten. Ebenso angestiegen sind die Befallsmengen beim "Lärchen-Borkenkäfer". Und in der Kiefer der Befall vom "Großen Waldgärtner", "Kiefernborkenkäfer" und dem "KIefernprachtkäfer". Eine gründliche und zeitnahe Beräumung betroffener Waldpartien ist in allen Fällen unerlässlich.


Afrikanische Schweinepest

Die ASP ist eine Viruserkrankung die ausschließlich Schweine betrifft. Erkrankte Tiere sterben nach schweren Symptomen in so gut wie allen Fällen. Aktuell ist in Deutschland noch kein Fall aufgetreten, doch sind die Behörden wegen dieser Tierseuche in akuter Alarmbereitschaft. Die ASP ist anzeigepflichtig! Aufgrund dessen wird um Meldung von gefundenen Fallwild an das zuständige Veterinäramt bzw. Rettungsleitstelle gebeten. Es wird eine Aufwandsentschädigung von 50€ herausgegeben.


Zuschüsse für Thüringenforst sinken

Was soviel heißt, das in Zukunft einige Gesetze, Vorschriften und vorgeschriebene Aufgaben wegfallen werden. Zur Debatte steht beispielsweise, das Reitwege nicht mehr ausgewiesen und genehmigt werden müssen, sondern dass das Reiten auf festen und befestigten Wegen grundsätzlich erlaubt werden soll. Auch soll die Frist für die Aufforstungspflicht von drei auf fünf Jahre verlängert werden. Ebenso wird der weitere Personalabbau eine wesentliche Rolle spielen und Jugendwaldheime sollen geschlossen werden. Neben dem Holzverkauf und den staatlichen Zuschüssen, wäre Windkraft die einzige Möglichkeit für den Staatsforst zusätzliches Geld zu verdienen.